10 Jahre MusicMania

09.12.2011 von Tom Götz

MusicMania Music School
MusicMania Music School

10 Jahre MusicMania - ein Zeitungsbericht der Frankenpost.
Vielen Dank an den Redakteur Christoph Plass!

Den Bericht kann man hier nachlesen.

 

 

 

"Music Mania" feiert Geburtstag

Die "Music Mania" in Hof besteht seit zehn Jahren. Die Einrichtung geht in der musikalischen Ausbildung ihrer Schüler ganz eigene Wege.

Hof - Sieben Jahre lang hat Tabea in einer Musikschule klassisches Klavier gelernt. Dann wollte die 14-Jährige etwas anderes: "Ich habe gehört, was im Radio läuft, und habe versucht, es nachzumachen." So ist sie zur Music Mania gegangen, um Gesangsstunden zu nehmen. Heute singt sie die Hits von Adele und Co. und begleitet sich selbst auf dem Keyboard. "Meine Schwester spielt Schlagzeug und mein Papa Gitarre, da passt das ganz gut", erklärt Tabea. Sie ist eine von 550 Schülern der Music Mania in Hof. Die Musikschule feiert in diesen Tagen ihr zehnjähriges Bestehen.

"Eigentlich dürfen wir uns gar nicht 'Musikschule' nennen", erklärt Tom Götz, Gründer und Leiter der Music Mania. Und das tut er auch nicht: ",Music School' klingt sowieso viel cooler, das gefällt den Kindern besser", sagt er. Um die Einrichtung in der Rudolf-Diesel-Straße nach bayerischem Gesetz "Musikschule" betiteln zu können, müsste Götz allerdings Unterricht in allen Instrumentengattungen anbieten. Doch Geige, Cello und Co. zum Beispiel passen nicht in sein Konzept: Sein Schwerpunkt liegt eher auf Rock- und Pop mit E-Gitarre und Drums denn auf Klassik mit dem Streichinstrument. Tom Götz geht damit bewusst einen anderen Weg als die anderen Musikschulen in der Region - und hat Erfolg damit: In der Hofer Einrichtung unterrichten mittlerweile 30 Lehrkräfte 550 Schüler, in der drei Jahre alten Filiale in Bayreuth kommen heute schon 200 Kinder und Jugendliche zum Unterricht.

Chef und Hilfskraft

Tom Götz, studierter Klavier- und Saxofonspieler und Musiklehrer, ist Chef und Hilfskraft zugleich im Haus, er ist das Mädchen für alles. Angefangen hat er mit zwei Unterrichtsräumen in Hof, weil es im Jahr 2001 noch nichts Vergleichbares gab in der Saalestadt. "Ich habe damals von Montag bis Freitag unterrichtet und an den Wochenenden bei 'Radspitz' gespielt", erzählt der 37-Jährige, der vorher in Nürnberg und Kronach unterrichtet hat. Und: "Auch nach zehn Jahren leiste ich mir keine Sekretärin", sagt er lachend. Der Erfolg sei seinem Team zu verdanken, betont er: "Fast alle meine Lehrer sind selbst als Musiker in Bands aktiv, sie wissen also, von was sie sprechen." Und sie sind jung, sie haben einen guten Draht zu den Schülern und ein lockeres Verhältnis zueinander: "Der Altersdurchschnitt liegt vielleicht bei 35 Jahren", sagt Götz. Der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen sei damit meist ziemlich ungezwungen. Die Kleinsten kommen im Alter von einem Monat zum "Musikgarten".

Doch die Music Mania hat nicht nur junge Schüler: "Unsere Älteste ist 78 Jahre alt", sagt Götz. Sein Kundenstamm habe sich verändert in den vergangenen zehn Jahren: "Immer mehr Senioren fragen bei uns an, ob sie Unterricht erhalten können - die Berührungsängste sind da sehr viel kleiner geworden." Viele ältere Semester nutzten mittlerweile ihren Ruhestand, um sich beispielsweise den Jugendtraum vom Klavierspielen zu erfüllen. "Natürlich ist da die Motorik nicht mehr so ausgeprägt wie bei einem Kind, aber viele gleichen das mit Motivation und Intellekt aus", berichtet Götz.

Während die älteren Kunden gerne die Hits von Billy Joel und Elton John nachspielen wollen, bestimmen die aktuellen Charthits das Unterrichtsprogramm vieler jugendlicher Schüler. Zum Beispiel das von Florian Puchta aus Hof: "Ich spiele eigentlich alles, was im Radio läuft", sagt der 15-jährige E-Gitarrist. Seit neun Jahren schon hat er Unterricht an der Music Mania - und ist heute soweit, dass er vieles von dem, was er hört, einfach nachspielen kann. "Mein Lehrer besorgt die Noten und dann geht's los", erzählt Florian.

In seinen ersten Jahren hatte er noch Unterricht am alten Standort der Schule in der Ernst-Reuter-Straße. Und er hatte noch Lampenfieber vor dem Auftritt: "Aber das hat sich irgendwann gegeben. Mittlerweile spiele ich auch in der Schule in einer Band - da kann man sich auch viele Songs selbst aussuchen."

Metal statt Mozart

Zur eigenen Entscheidung der Schüler gehört für Einrichtungsleiter Tom Götz auch die Frage, ob sie an Wettbewerben teilnehmen möchten. "Wer das will, der wird natürlich voll unterstützt", erklärt er. "Wir hatten in diesem Jahr auch wieder einen Teilnehmer am Bundeswettbewerb von Jugend musiziert", sagt Götz. Doch zum Grundprogramm gehörten die Wettbewerbe nicht: "Wir veranstalten regelmäßig Konzerte unserer Schüler", sagt er. "Ein 14-Jähriger spielt eben lieber 'System of a Down' als Mozart-Etüden, und die meisten Eltern finden das okay." So sei die Motivation oft groß unter den Hobby-Musikern. Tom Götz: "Der Spaß macht den Erfolg aus."

 

 

Zurück

Schnellanfrage:

Wenn Sie mit uns einen Termin für eine kostenlose Probestunde vereinbaren möchten füllen Sie einfach nach-folgendes Formular* aus. Wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung!

Bitte addieren Sie 8 und 6.

* Hinweise zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.

MusicMania auf Facebook